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Unsere Pädagogik


Unsere pädagogische Arbeit richten wir hauptsächlich nach den Aussagen von zwei Pädagogen aus. Zum einen ist dies Maria Montessori, deren Erziehungsziel die Selbständigkeit und Unabhängigkeit der Kinder ist. Dies verdeutlicht ihr Leitsatz „Hilf mir es selbst zu tun“ ganz klar. Ein anderer bedeutsamer Pädagoge ist Dr. Armin Krenz, der den „situationsorientierten Ansatz“ vertritt.


Ein Kind, das ständig kritisiert wird,
lernt zu verdammen.
Ein Kind, das geschlagen wird,
lernt zu schlagen.
Ein Kind, das verhöhnt wird,
lernt Schüchternheit.
Ein Kind, das der Ironie ausgesetzt wird,
bekommt ein schlechtes Gewissen.
Aber ein Kind, das ermuntert wird,
lernt Selbstvertrauen.
Ein Kind, dem mit Toleranz begegnet wird,
lernt Geduld.
Ein Kind, das gelobt wird,
lernt Bewertung.
Ein Kind, das Ehrlichkeit erlebt,
lernt Gerechtigkeit.
Ein Kind, das Freundlichkeit erfährt,
lernt Freundschaft.
Ein Kind, das Geborgenheit erleben darf,
lernt Vertrauen.
Ein Kind, das geliebt und umarmt wird,
lernt Liebe in dieser Welt zu empfinden!

                                                                       (Verfasser unbekannt)

Der kind- und situationsorientierte Ansatz


„Der situationsorientierte Ansatz ist keine pädagogische Technik oder didaktische Methode, er gleicht einer Haltung, einer persönlichkeitsbedingten Sichtweise von ganzheitlicher Pädagogik“ (Krenz).

Dabei spielen verschiedene Faktoren eine bedeutende Rolle. Die Kinder sollen ehrlich wertgeschätzt werden, unter der Berücksichtigung aktueller Situationen. Außerdem ist es wichtig, an der eigenen Identität und Professionalität als ErzieherIn zu arbeiten.
Beim situationsorientierten Ansatz sind die Kinder mit ihren aktuellen Lebenssituationen handlungsleitend, dabei ist es von großer Bedeutung sich selbst als ErzieherIn stärker in den Blick zu bekommen, da wir diejenigen sind, die die Kinder täglich wahrnehmen.

Wir arbeiten in unserer Einrichtung mit dem situationsorientierten Ansatz als Grundlage. Unser Leitgedanke hierbei ist, es den Kindern zu ermöglichen, Lebensereignisse und erlebte Situationen, die sie beschäftigen, nachzuerleben.
Wir möchten ihnen Hilfestellungen geben diese Situationen zu verstehen, aufzuarbeiten bzw. zu verändern, damit jedes Kind individuelle Erfahrungen machen kann.
Erst dann ist es dem Einzelnen möglich sein gegenwärtiges Leben zu verstehen und auch praktische Situationen bewältigen zu können.

Durch intensive Beobachtungen versuchen wir die individuellen Erfahrungen und Erlebnisse von jedem Kind zu berücksichtigen.
So soll den Heranwachsenden dadurch die Chance gegeben werden, eigene, lebenspraktische Fähigkeiten aufzubauen und Erfahrungshorizonte zu vergrößern.
Außerdem soll die Selbstständigkeit gefördert werden, so dass die Kinder in der Lage sind, selbstbewusst und kompetent zu denken und zu handeln.   

Bei dem Arbeiten nach dem situationsorientierten Ansatz gehen wir nach einer bestimmten Schrittfolge vor. ( nach Krenz)
Im Kindergarten lernen die einzelnen Kinder viele andere Kinder kennen.
Die älteren Kinder können schon Verantwortung für Jüngere übernehmen, die Kleinen schauen von den Großen vieles ab, denn Kinder lernen lieber von Kindern als von Erwachsenen (die ohnehin alles besser wissen und können!).
Wir legen deshalb großen Wert darauf, den Kindern in altersgemischten Gruppen Möglichkeiten zu bieten, dass sie miteinander Erfahrungen machen und vieles voneinander lernen können.


Wie Kinder lernen:
Kinder sind keine Fässer, die gefüllt,
sondern Feuer, die entfacht werden wollen.
(Francois Rabelais)


Das Portfolio / Bildungsbuch

Definition:
Der Begriff Portfolio (lat. „tragen“ und folium „Blatt“) bezeichnet eine Sammlung von Objekten eines bestimmten Typs. Im übertragenen Sinne kann es auch eine Sammmlung von hilfreichen Methoden, Verfahren oder Handlungs-
optionen bedeuten. Ursprünglich bezeichnete es eine Brieftasche oder Sammel-mappe. Im Bildungsbereich steht „Portfolio“ für eine Mappe, in der Blätter zusammengetragen und aufbewahrt werden können.
(entnommen aus „Wikipedia“)

Es gehört zum selbstverständlichen Arbeitsalltag, dass wir Fachkräfte Kinder bei dem, was sie tun, wie sie sich in der Gruppe verhalten und was sie lernen, sorgfältig beobachten und uns über diese Beobachtungen austauschen. Mitunter werden Notizen angefertigt oder Protokolle über die Besprechung einzelner Kinder geschrieben. Solche Art Aufzeichnungen sind auch nützliche Unterlagen für Gespräche mit Eltern. Einzelne Kinder, die spezielle Unterstützung benötigen, werden besonders intensiv beobachtet und ihr Verhalten und ihre Entwicklungsschritte sorgfältig dokumentiert. In Absprache mit den Eltern dienen solche Dokumentationen in Zusammenarbeit mit Frühförderstellen oder ambulanten Therapeuten der Sicherung und dem Nachweis der Einhaltung und Fortschreitung des Förderplanes.
Selbstverständliche Praxis ist auch, Produkte und Gegenstände von Kindern zu sammeln. Es sind vor allem Fotografien, Zeichnungen und Gemälde, vielleicht kurze Geschichten über besondere Erlebnisse, die in Mappen oder Ordnern zusammengetragen werden. Kinder schauen sich diese Sammlungen gerne von Zeit zu Zeit an, zeigen sie anderen Kindern, erinnern sich an besondere Erlebnisse und staunen, wie sich ihre Fähigkeiten entwickelt haben. Am Ende der Kindergartenzeit bekommen die Kinder diese Sammlungen als Erinnerung an ihre frühen Jahre mit nach Hause.

Beobachten, Sammeln, Dokumentieren ist gleichermaßen sowohl für uns ErzieherInnen als auch für die Kinder wichtig. Außerdem verschafft es Eltern einen Einblick in das Geschehen des Kindergartens, informiert sie über den Entwicklungsstand ihres Kindes und zeigt ihnen Seiten, die sie sonst vielleicht nie entdeckt hätten.
Wichtig ist, dass man nicht nur sammelt, sondern auch auswählt und kommentiert:

  • Erlebnisse
  • Erkenntnisse
  • Ergebnisse


Dass Beobachten und Dokumentieren jetzt als Aufgabe von ErzieherInnen in den Bildungsplänen aufgeführt ist, betont nicht nur deren Bedeutung. Dadurch ist auch klargestellt, dass es sich um eine Aufgabe handelt, die man nicht zusätzlich nebenher macht, sondern die zur pädagogischen Regeltätigkeit gehört.
Wir würden uns auch über Beiträge von Ihnen als Eltern freuen z.B. nachdem das Kind wichtige Entwicklungsschritte gemacht hat wie „Sauber werden“, den Schnuller abgeben, Fahrrad fahren lernen etc.

Feste feiern wie sie fallen…

Im Jahreskreislauf gibt es viele verschiedene Feste, die wir gemeinsam mit den Kindern und teilweise auch mit Ihnen als Eltern feiern.
Die internen Kindergartenfeste wie zum Bespiel Fastnacht, Ostern, Erntedank und Nikolaus bereiten wir ErzieherInnen im Team oder gemeinsam mit den Kindern in unseren „Kinderkonferenzen“ vor, um sie anschließend mit beiden Gruppen zusammen zu feiern.
Als „Kinderkonferenz“ bezeichnen wir ein Zusammentreffen aller Kinder in einem der Gruppenräume. Hier werden verschiedene Themen angesprochen bzw. aufgegriffen.
Unser Sommerfest, St. Martin und die Weihnachtsfeier sind dagegen Feste, die in einem größeren Rahmen stattfinden. Wir überlegen hierfür gemeinsam mit Ihnen als Eltern, besonders dem Elternbeirat und den Kindern, wie das Fest gestaltet werden kann und wer welche Aufgaben übernimmt.
Bei unserem Sommerfest gibt es beispielsweise Spiele für Eltern und Kinder, wobei sich die Kinder ganz besonders freuen, gemeinsam mit ihren Eltern zu spielen.
Natürlich gehört auch das gemütliche Zusammensein mit leckerem Essen und Getränken im Anschluss als fester Bestandteil zu jedem Fest dazu.
Der Kindergeburtstag ist für jedes Kind ein ganz besonders wichtiges Fest, an dem es einmal im Jahr die Hauptperson ist.
In unserer Einrichtung darf sich jedes Kind für seinen großen Tag ein Motto aussuchen, z.B. Ritter-/Prinzessinnen-, Zirkus- oder Piratenparty.
Alle Kinder der Gruppe dürfen sich entsprechend zu dem gewählten Thema verkleiden und von den ErzieherInnen schminken lassen.
Vor dem Gruppenraum wird ein kleiner Geburtstagstisch mit einem Foto des Kindes, Kerzen und unserem Geburtstagszug aufgebaut.
Im Stuhlkreis darf sich das Geburtstagskind ein Lied und ein Spiel wünschen, das Geburtstagsgeschenk wird überreicht und anschließend gibt es für alle etwas zu Essen, das vom Kind von zu hause mitgebracht wurde.
Im Anschluss daran lassen wir eine Geburtstagsrakete für das entsprechende Kind steigen. Es darf sich überlegen, wer alles ins Geburtstagsland mitfliegt.
Abgerundet wird der Festtag auf Wunsch der Kinder mit Tanz und Musik im Turnraum.




"Hier pustet Ritter Simon seine                         "Was sich wohl in dem Geschenk befindet?"
   5 Geburtstagskerzen aus"

Religiöse Erziehung

In unserer Einrichtung verstehen wir die religiöse Erziehung nicht nur als einen Teilbereich, sondern sie durchzieht die tägliche Arbeit mit dem Kind. Unser Ziel ist es, durch die Einübung christlichen Lebens und Handelns, elementare Inhalte des Glaubens in kindgerechter Form den Kindern nahe zu bringen.  
Dies geschieht durch das Erzählen von biblischen Geschichten, religiösen Liedern, durch Spiele und Gebete sowie durch die Gestaltung von Gottesdienst-en und das Feiern kirchlicher Feste.
Sie hören Geschichten von Jesus sowie Legenden aus dem Leben einiger Heiligen z.B. St. Martin, St. Nikolaus…...
Hieraus wird den Kindern deutlich, dass auch sie von Gott gewollt und geliebt sind.


Patrozinium 2009; Geschichte vom „kleinen Jonathan“

 

 
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